Kilkerran

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Um die Herstellung des Kilkerran Whiskys aus der eigenständigen, aber nicht allzu bekannten Whiskyregion Campbeltown macht die Glengyle Distillery kein Geheimnis. Die herangezogene Gerste wird grösstenteils von der schottischen Ostküste dazugekauft, teilweise aber auch aus der Herkunftsregion bezogen. Um die Mälzung kümmert sich die benachbarte Brennerei Springbank. Zurück in der Glengyle Distillery, wird das Gerstenmalz von einer alten Craigellachie-Mühle gemahlen. Alles, was nicht als Mehl oder Hülsen zu klassifizieren ist (etwa 70% des Mahlguts), wird unter Zusatz von heissem Wasser eingemaischt. Danach folgt die 72- bis 110-stündige Fermentation, wodurch eine Art Bier mit 5% Alkohol entsteht. Die doppelte Destillation nach typisch schottischer Art erfolgt in den umgestalteten Gerätschaften der ehemaligen Ben Wyvis-Brennerei. Nach dem ersten Verdampfungs- und Kondensations-Durchgang in der sogenannten Wash Still beträgt der Alkoholgehalt der Flüssigkeit 22%, woraufhin diese durch die Spirit Still läuft. Heraus kommt ein 68%-iges Destillat, welches mit lokal bezogenem Wasser verdünnt und dann in eine Auswahl an Bourbon Hogsheads (250 Liter) und Sherry Butts (500 Liter) gefüllt wird. Die Lagerung findet wieder in der grösseren Springbank Destillerie statt, wo man von einem traditionellen und einem modernen Lagerhaus Gebrauch macht.
Die Glengyle Destillerie wurde übrigens schon 1872 von William Mitchell gegründet, musste jedoch 1925 schliessen. Dem weltweit gestiegenen Interesse an Scotch Whisky ist es zu verdanken, dass die Gebäude 2004 wieder aufgebaut und abermals in Betrieb werden konnten. Ab 2009 brachte das Unternehmen diverse limitierte "Work in Progress"-Abfüllungen heraus, welche die Wartezeit auf die 8- und 12-jährige Edition überbrücken sollten. Das bedeutet aber nicht, dass es sich dabei um ungereifte Gerstendestillate handelte - die Single Malts hatten einfach noch nicht das ideale Reifungsalter erreicht, um sie in grossem Stil auf den Markt zu bringen.

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