Iva

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Da soll noch einer sagen, die junge Generation schätze die Werte und Traditionen der Alten nicht – gerade in der Spirituosenbranche ist ein Trend hin zum Altbewährten zu beobachten. Dabei handelt es sich meist um frisch gebackene Unternehmer, die jahrzehnte- bis jahrhundertealte Rezepte aus ihrer Region oder von den eigenen Vorfahren wieder aufnehmen und vermarkten. So war es auch der Fall mit Nathalie, Gian, Julia und Christian. Die vier nahmen sich dem sogenannten Iva-Likör an, der seit dem 18. Jahrhundert im Engadin und in anderen Teilen Graubündens und des Tessins hergestellt wird. Ursprünglich nur für den privaten Gebrauch innerhalb des familiären Kreises produziert, wird er heutzutage von einigen kleinen Fakturen in grösserem Stil vertrieben. Iva ist übrigens der rätoromanische Name für das alpine Kraut “achillea moschata“, das auch als Moschus-Schafgarbe oder Wildfräuleinkraut bekannt ist. Dieses wächst umgeben von Gletschern, Steinschutt und Wiesen oberhalb der 2000-Meter-Marke und bildet weisse Blüten aus. Dementsprechend abenteuerlich sind die Ausflüge des Teams in die Berge von Zernez zwischen Mai und August, um die Iva-Blätter zu pflücken. In einem Behältnis mit Alkohol mazerieren diese dann für einige Tage, bevor Wasser und Zucker hinzugegeben werden. Das klingt eigentlich ganz simpel. Der süss-bittere Engadiner Kräuterlikör sollte gut gekühlt als Digestif, Aperitif oder Longdrink konsumiert werden.
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