Kirschlikör

Kirschlikör - eine kostbare Zutat in der Barszene

Ob Bahama Mama, Cherry Fizz, Blood and Sand, Aviation, Zombie, Singapore Sling oder Cherry Rum - sie alle werden mit irgendeiner Form von Kirschlikör hergestellt. Spirituosen mit Kirscharoma sind in der Schweiz ja eine ganz besondere Spezialität - beim legendären "Kirsch" handelt es sich jedoch um ein ungesüsstes Destillat aus Brennkirschen, das pur getrunken oder zur Verfeinerung von Speisen herangezogen wird. Brennereien wie Etter, Fassbind und Dettling sind für ihre Edelbrände aus heimischen Kirschen weltbekannt. Dass der Bestand der Schweizer Kirschbäume dennoch rückläufig ist, hat mit der sinkenden Nachfrage nach traditionellen Obstbränden zu tun. Die süsseren Kirschliköre sind von dieser Entwicklung nicht betroffen, denn sie sind Bestandteil zahlreicher zeitgenössischer Cocktails.

Cherry Brandy oder Kirschlikör?

Die Vielgestaltigkeit der Herstellungsmethoden, Rezepturen und Bezeichnungen führt wiedermal zu reichlich Verwirrung. Da gibt es Cherry Brandy, Cherry Liqueur und auch Cherry Brandy Liqueur - die Begriffe werden meist synonym gebraucht, weisen aber manchmal auf feine Unterschiede hin. Üblicherweise handelt es sich um Spirituosen auf Basis von neutralem Getreidealkohol oder Weinbrand, die mit echten Kirschen aromatisiert und nachträglich gesüsst werden. Die Aromatisierung kann durch die Zugabe von Kirschsaft bzw. Kirschsaftkonzentrat oder durch die Mazeration von Kirschen (Süsskirschen wie Sauerkirschen) erfolgen. Einige Liköre tragen weitere Aromen von Kräutern und Gewürzen, oder werden in Eichenfässern ausgebaut. Cherry Brandy muss also nicht unbedingt Weinbrand enthalten, ist aber oftmals weniger süss als Kirschlikör. In den USA bezeichnet der Begriff Cherry Brandy tatsächlich eine Art Kirschwasser, also ein ungesüsstes Destillat aus einer fermentierten Kirsch-Maische. Wer es am liebsten süss mag, kann stattdessen auf die besonders zuckerhaltige "Crème de Cerises" zurückgreifen.

Es wird schnell klar, dass die Kategorie der Kirschliköre sehr verschiedenartige Spirituosen umfassen kann. Wer für ein ganz bestimmtes Produkt Ausschau hält, sollte vor dem Kauf die Informationen zu Herstellung und Inhaltsstoffen gut durchlesen.

Die bekanntesten Kirschliköre: Maraschino und Cherry Heering

Wie in allen Spirituosenkategorien gibt es auch bei den Kirschlikören ein paar Berühmtheiten. Maraschino ist ein ursprünglich kroatischer Likör aus Maraska-Kirschen, einer besonders intensiv schmeckenden Sauerkirschsorte. Maraschino ist farblos und besitzt eine deutliche Bittermandelnote, die darauf zurückzuführen ist, dass das Destillat zusätzlich mit den zerkleinerten Kirschkernen aromatisiert wird. Ausserdem finden sich oftmals Rosenöl, Zimt oder Vanille im Likör. Der wohl traditionsreichste Maraschino stammt von Luxardo - die Brennerei hielt zwar jahrelang das alleinige Recht auf die Herstellung, hatte die Rezeptur jedoch ursprünglich nur nachgeahmt.
Cherry Heering ist ein weiterer Superstar unter den Kirschlikören und wird von einem dänischen Unternehmen seit 1818 hergestellt. Durch die Lagerung in Eichenholzfässern erhält der Likör einen unverwechselbaren Geschmack - deshalb fragen diverse Cocktailrezepturen ganz spezifisch nach "Cherry Heering".

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