Zalto

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Den Namen Zalto dürfte man in der kosmopolitischen Nobelgastronomie nur allzu gut kennen. Für Sternerestaurants auf der ganzen Welt haben sich Zalto-Gläser als eine wertvolle Investition erwiesen. Dabei gibt es von der Marke gerademal eine einzige Design-Serie mit neun Gläsern sowie ein paar Karaffen und Dekantern. Exklusivität und Charakter sind es, die den Namen Zalto prägen. Massenproduktion? Nein danke. Die Glasmanufaktur hält ihre Grösse bewusst unter Kontrolle - denn nur Seltenes ist wirklich wertvoll.
Die Geschichte von Zalto ist gerade in den Anfangsjahren ziemlich chaotisch gewesen. Ursprünglich war es Kurt Zalto, Glasbläser in sechster Generation und Inhaber der Waldglashütte, der die Idee zum "perfekten Weinglas" hatte. Gemeinsam mit dem Weinkritiker Pfarrer Hans Denk tüftelte er an einem Entwurf. Die Idee: Die Weingläser sollten Winkel von 24°, 48° und 72° besitzen - diese entsprechen den Neigungswinkeln der Erde und wurden bereits von den Römern bei der Herstellung von Vorratsbehältnissen herangezogen. Die Überlieferungen besagen, dass jene Behältnisse überragende Eigenschaften für die Lebensmittel- und Weinaufbewahrung mit sich brachten. Wissenschaftlich erwiesen ist das nicht wirklich, doch Kurt Zalto glaubt fest daran. Allerdings befand sich der Kunsthandwerker seit längerer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten. Viele Glashütten in der Umgebung - im österreichischen Waldviertel nahe der tschechischen Grenze - hatten bereits aufgegeben. Seine vermeintliche Rettung kam, als Josef Karner und Martin Hinterleitner, einst bei der Sektkellerei Schlumberger in Führungspositionen angestellt, auf die Gläser aufmerksam wurden. Sie sahen grosses Potential und gründeten 2006 die Zalto Glas GmbH. Bald schon zerstritten sich aber die drei Männer und Kurt Zalto stieg aus, indem er seinen ex-Partnern die Idee und den Namen hinterliess. Karner und Hinterleitner begannen dann, ihre Gläser in Sternelokalen zu umwerben. Diese werden natürlich nach wie vor mundgeblasen und nach venezianischem Vorbild in Handarbeit hergestellt. Allerdings geschieht dies in einer geheimgehaltenen Glashütte in der Slowakei. Das Hauptquartier von Zalto befindet sich im österreichischen Gmünd, nur wenige Kilometer von Kurt Zaltos Waldglashütte entfernt. Als Hommage an Hans Denk, der das Design der wertgeschätzten Weingläser beinflusste, nannte man die Serie Denk'Art. Wein-Experten auf der ganzen Welt sind von den dünnwandigen Zalto-Gläsern fasziniert und begeistert. Das Erfolgsgeheimnis ist angeblich auf drei DIN A 4-Seiten in einem Safe untergebracht, und soll schon bald in den Besitz von Hinterleitners Sohn Christoph übergehen.

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