Champagner

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Die Geschichte des Champagners

Zwar bauten schon die Römer in der Champagne Weinreben an, doch das daraus hergestellte Getränk besass noch keine Kohlensäure. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann man, den stillen Wein Perlage ausbilden zu lassen, wodurch er zum Schaumwein wurde – ermöglicht wurde dies durch die neu entwickelte Flaschengärung nach der "méthode champenoise", die auf die erste Gärung des Weines und die Assemblage folgt. 1729 wurde Nicolas Ruinart als ältestes noch bestehendes Champagnerhaus gegründet. Da man erst 1806 im Hause Cliquot das Rütteln und Degorgieren "erfand", wodurch das Hefedepot aus der Flasche herausgenommen wird, waren die frühen Champagner noch trüb. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Champagner dann zu einem beliebten Luxusgut. Allerdings durchlebte das Anbaugebiet seine Höhen und Tiefen: Zu kämpfen hatten die Winzer z.B. mit der Reblausplage ab 1895, mit den vor Ort ausgeführten Kampfhandlungen während des Ersten Weltkriegs und mit dem Wegbruch wichtiger Exportmärkte durch innerpolitische Veränderungen. Seit 1945 befindet sich der Champagner jedoch wieder in einem weltweiten Aufschwung.

Wichtige Bezeichnungen und Klassifikationen

Die Anbaugebiete für Champagner unterteilen sich in Grand Cru- und Premier Cru-Lagen sowie in nicht klassifizierte Terroirs. Traditionell ist es so, dass die Herkunft der Rebsorten den Preis des Champagners mitbestimmt. Als besonders exquisit gelten die Trauben aus den insgesamt 17 Grand Cru-Lagen der Regionen Montagne de Reims, Vallée de la Marne und Côte des Blancs.
Die für einen Champagner herangezogenen Rebsorten sind Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier; ein paar andere Rebsorten sind zwar auch zugelassen, aber fast aus dem Portfolio verschwunden. Blanc de Blancs-Champagner bestehen ausschliesslich aus Chardonnay, während Rosé-Champagner ihre rosa Farbe durch die Mazeration dunkler Trauben oder das Zusetzen roter Weine erhalten.

Weitere Begriffe, die oft auf den Champagnerflaschen aufgedruckt sind, sind:

  • Brut: Die wohl meisten Champagner klassifizieren sich als Brut, d.h. sie bekommen bei der Abfüllung eine Dosage mit maximal 15g/L Restzucker zugeführt. Brut Champagner sind als trocken einzustufen, während Champagner mit niedrigerem oder höherem Restzuckergehalt noch trockener bzw. süsser schmecken.

  • Cuvée: Dieser Begriff kann etwas irreführend sein, denn er hat zweierlei Bedeutungen. Einerseits bezeichnet "Cuvée" einen Verschnitt (Blend) aus verschiedenen Weinen (im Französischen auch als Assemblage bezeichnet). Fast 80% aller Champagner sind Cuvées und grenzen sich damit zu den Jahrgangs-Champagnern, die aus den Trauben eines bestimmten Erntejahres und manchmal auch einer einzelnen Lage hergestellt werden, ab. Andererseits bedeutet Cuvée, dass für die Herstellung nur der zuerst aus der Kelter ablaufende, qualitativ hochwertigste Most herangezogen wurde.

Wie serviert man Champagner richtig?

Im idealen Fall wird der Champagner kurze Zeit vor dem Trinken in einem mit kaltem Wasser und Eis gefüllten Kübel auf eine Temperatur von 7-9°C gebracht. Er sollte weder im Tiefkühlfach, noch mehrere Tage lang im Kühlschrank lagern. Damit der Perlage des Champagners besonders viel Aufmerksamkeit zuteil wird, sollte man den Schaumwein in einem speziellen Tulpenglas servieren. Das Glas wird dabei zu etwa 2/3 aufgefüllt. Natürlich lassen sich auch Cocktails mit Champagner zubereiten wie z.B. Kir Royal, French 75, Mimosa und Prince of Wales.

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